Mach mit bei der Neophyten-Challange

Gemeinsam möchten wir das Auftreten invasiver Pflanzen im Weinviertel sichtbar machen und aktiv dagegen vorgehen. Mit Hilfe einer App könnt ihr Neophyten direkt vor Ort fotografieren und melden. So entsteht eine wertvolle Datengrundlage, die hilft, Ausbreitungen frühzeitig zu erkennen und gezielt Maßnahmen zu setzen. Jeder Beitrag zählt – egal ob Spaziergang, Radtour oder Arbeit im Freien. Durch eure Teilnahme leistet ihr einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer natürlichen Lebensräume. Denn nur gemeinsam können wir die Ausbreitung invasiver Arten eindämmen und die Vielfalt unserer Landschaft für zukünftige Generationen bewahren.

Mach mit – für ein gesundes, vielfältiges Weinviertel!


Alle Details zum Mitmachen findest Du hier

Problemarten in der Region

Götterbaum – schnell wachsend und widerstandsfähig

Der Götterbaum stammt ursprünglich aus China und wurde im 18. Jahrhundert zur Holznutzung, zur Seidenproduktion und als Stadtbaum eingeführt. Er pflanzt sich durch Samen, die durch Wind, Wasser und den Menschen immer weiterverbreitet werden und durch sog. Wurzelbrut (Jungbäume sprießen aus der Wurzel des Mutterbaumes) fort. Wegen seiner extremen Resistenz gegen Trockenheit und Schadstoffe und dem nicht Vorhandensein von Fressfeinden wuchert der Götterbaum vor allem entlang von Straßen und Bahndämmen.

Problem:

  • Sehr schnelles Wachstum und hohe Anpassungsfähigkeit
  • Bildet chemische Stoffe, die andere Pflanzen hemmen
  • Verdrängt heimische Baumarten

Bekämpfung:

  • Mechanisches Entfernen allein reicht nicht – er treibt stark nach
  • Kombination aus Schnitt und gezielter Nachbehandlung notwendig
  • Langfristige Kontrolle entscheidend

Japan Staudenknöterich – kaum zu stoppen

Der Japan Staudenknöterich zählt zu den aggressivsten invasiven Pflanzen Europas. Er stammt ursprünglich aus Asien und ist eine 3-4 m hohe Staudenart. Er kommt mit allen Standort- und Nährstoffbedingungen zurecht und man findet ihn bis 1500 m Seehöhe. Er ist extrem schnellwüchsig (jährlich bis zu 1m Zuwachs) und verdrängt dadurch die heimischen Arten. Im Winter sterben die oberirdischen Teile ab, was zu erhöhter Erosionsgefahr entlang von Ufern führt.

Problem:

  • Bildet dichte Bestände und verdrängt nahezu alle anderen Pflanzen
  • Schädigt Infrastruktur (z. B. Asphalt, Mauern) durch starke Wurzeln
  • Verbreitet sich über kleinste Pflanzenreste

Bekämpfung:

  • Regelmäßiges Mähen über Jahre hinweg oder regelmäßige Beweidung
  • Wurzelentfernung nur mit großem Aufwand möglich
  • Keine Pflanzenreste in der Natur entsorgen!

Ambrosia - Ragweed

Die Ambrosia (auch Ragweed oder Traubenkraut genannt) ist ein Unkraut in vielen landwirtschaftlichen Kulturen und verursacht gesundheitliche Probleme beim Menschen. Die Pollen der Ambrosia können zu allergischen Reaktionen führen. Die einjährige Pflanze kann bis zu 1,5m Hoch werden. Sie wurde im 19. Jahrhundert von Amerika nach Europa eingeschleppt und hat sich seitdem stark ausgebreitet.

Problem:

  • Hohe Samenproduktion mit bis zu 60.000 Samen / Pflanze, Samen bleiben jahrelang keimfähig
  • Produziert große Mengen an stark allergenen Pollen (Auslöser von Heuschnupfen und Asthma
  • Breitet sich schnell auf offenen und gestörten Flächen aus​
  • Bekämpfung

  • Mehrmaliges Mähen VOR der Blüte
  • Förderung heimischer Arten zur Konkurrenz 
  • Geduld – Erfolge zeigen sich oft erst nach mehreren Jahren
  • Veranstaltungen

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    Franziskusweg Weinviertel Richtung Mariazell

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    1. Das sensationelle Winterhochbeet Reihe: Kraft schöpfen - KLAR! im eigenen Garten

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