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Südliches Weinviertel
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RegionalentwicklungsvereinSüdliches Weinviertel                                                                                  

Auersthal, Bad Pirawarth, Ebenthal, Gaweinstal, Groß-Schweinbarth, Hohenruppersdorf, Matzen-Raggendorf, Palterndorf-Dobermannsdorf, Prottes, Schönkirchen-Reyersdorf, Spannberg, Sulz im Weinviertel, Velm-Götzendorf

 

Presseinformation vom 24.3.2015

 

Die Kleinregion auf dem Weg zu mehr Lebensqualität und Nachhaltigkeit

 

Kurze Wege zu Genuss und Versorgung – das ist Lebensqualität!

 

Das ist die Weinviertelstunde!

 

Die Kleinregion Südliches Weinviertel stellte im Hotel Gasthof Sommer in Auersthal ihr neues Leitbild der „Region der kurzen Wege“ vor. Es soll unter dem Slogan „die Weinviertelstunde“ in den kommenden Jahren kommuniziert und erreicht werden. Die zahlreichen Kleinregionsaktivitäten zu diesem Thema wurden multimedial präsentiert, diese reichten von Film und Fotos bis Imagebroschüren und Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit.

Das Leitbild haben die Gemeinden der Kleinregion im gemeinsamen kleinregionalen Rahmenkonzept gewählt. Politik und Verwaltung haben bereits einige Anstrengungen zur Verwirklichung unternommen: örtliche Entwicklungskonzepte wurden entsprechend gestaltet, zwei Kooperationskonferenzen und vier fachliche Informationsworkshops wurden absolviert. Im grenzüberschreitenden Projekt ERRAM SKAT wurde eine interaktive Karte programmiert, die es ermöglicht die  Qualität der Grundversorgung in den Gemeinden und der Region darzustellen. Konkret sollen jeweils sechs Einrichtungen zu Fuß oder per Rad in einer Viertelstunde erreichbar sein.

Exemplarisch stellten die Bürgermeister Richard Schober, Gaweinstal, Ing. Hermann Gindl, Hohenruppersdorf, und GGR Mag. Marina Kargl, Palterndorf-Dobermannsdorf, die Zukunftsvision der verwirklichten Weinviertelstunde in Ihrer Gemeinde dar. Einigkeit herrschte darüber, dass man auf eine niederschwellige, bedarfsorientierte, flexible, ökologische (öffentliche) Mobilität in der Region nicht verzichten kann. Bgm. Gindl stellte fest: „Dies ist eine der größten Herausforderungen, die nur gemeinsam zu lösen sein wird.“ „Die Weinviertelstunde bildet einen Rahmen für vielfältige Aktivitäten, die nicht auf Politik und Verwaltung beschränkt bleiben dürfen. Die Anstrengung vieler und eine bewusste Entscheidung zur Nutzung der regionalen Angebote  ist erforderlich.“, ist Obmann Bgm. Kurt Jantschitsch überzeugt. „Gaweinstal hat schon viel in den Ausbau der Radwege investiert und ist um die Aktivierung der Alltagsradler/innen bemüht.“, setzt Richard Schober nach.

Der Obmann der WKO Gänserndorf Andreas Hager sichert die Unterstützung der Wirtschaft zu: “Die Schaffung und Erhaltung der Arbeitsplätze in der Region ist unser Uranliegen! Ich erinnere an unsere Kampagne - Fahr nicht fort, kauf im Ort.“ Innovative Ideen und Angebote wurden von Kartoffelladen- Betreiber Karl Hellmer und der ehemaligen Unternehmerin Barbara Rettig vorgestellt. Bernhard Fritz vertrat die Interessen der Freizeiteinrichtungen Matzen-Raggendorf.

Foto: zVg Kleinregion Südliches Weinviertel

 

Hintergrund-Information

 

Das Leitbild „Stadt der kurzen Wege“ hat seine Wurzeln in der Diskussion um eine nachhaltige Stadtentwicklung in den 1990er-Jahren. Eine wichtige Erkenntnis aus den damaligen Modellvorhaben war, dass die Umsetzung einer „Stadt der kurzen Wege“ für eine verkehrs- und flächensparende Entwicklung nicht ausreichend ist, und es flankierend einer „Region der kurzen Wege“ bedarf. Von einer Stadt und Region der kurzen Wege kann man sprechen, wenn die Voraussetzungen gegeben sind, die alltäglichen Aufgaben wie den Weg zur Arbeit und zur Ausbildung,Versorgungswege sowie den Weg zur Schule und zum Kindergarten in kurzer Zeit bewältigen zu können, ohne dazu auf ein Auto angewiesen zu sein. Die wesentlichen Elemente einer Stadt wie auch einer Region der kurzen Wege sind eine kompakte Siedlungsstruktur, Nutzungsmischung sowie die attraktive Gestaltung der öffentlichen Räume, sodass diese zum Aufenthalt einladen. Aktuelle Trends der Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft sind im Hinblick auf die Realisierung einer Raumstruktur der kurzen Wege mit Chancen und Risiken verbunden. Wenn Entwicklungen nicht oder nur schwach gesteuert werden, man sie einem Laissez-faire überlässt, löst sich die Raumstruktur in Richtung lange Wege auf. Die Entwicklung des Freizeitsektors, des Einzelhandels und des Verkehrssektors verdeutlicht dies.

Besonders der Verkehrssektor stellt eine Herausforderung für die Umsetzung einer räumlichen Struktur kurzer Wege dar, weil der Abbau von Verkehrswiderständen (Ausbau der Infrastruktur bei relativ niedrigen realen Kosten für räumliche Mobilität) die Ferne in greifbare Nähe gerückt hat, wovon sowohl im Personen wie auch im Güterverkehr reger Gebrauch gemacht wird. Durch kurze Wege wird das Verkehrsaufkommen reduziert und kann aufgrund der dichteren Siedlungsstruktur eher mit öffentlichen Verkehrsmitteln abgewickelt werden, sodass weniger Flächen für Verkehr in Anspruch genommen werden und weniger Emissionen zB Lärm entstehen.

Es ist wichtig, gedanklich und konzeptionell auf allen politischen Ebenen zwischen „Mobilität" und „Verkehr“ zu unterscheiden. Während lange Zeit nur die Bewältigung der quasi gegebenen Verkehrsvolumina Aufgabe der Planung war, hat sich der Fokus auf die Mobilitätsbedürfnisse und die Bedarfssteuerung verschoben: Mobilitätsgewährleistung und Teilhabe bei möglichst geringem Verkehrsaufwand (bezahlbare Mobilität).

Die Umsetzung einer Region der kurzen Wege sowie eine veränderte Verkehrsmittelwahl führen zu einer reduzierten Flächenneuinanspruchnahme. Damit wirkt die Region der kurzen Wege nicht nur positiv auf den Erhalt der Biodiversität (Artenvielfalt und Vermeidung von Bodenversiegelung), sondern ermöglicht die Nutzung weiterer vielfältiger Synergien mit anderen zielkongruenten Politikfeldern wie unter anderem dem Klimaschutz (Vermeidung von C0² Emissionen durch nachhaltigen Einkauf), und der Bewältigung des demografischen Wandels (Ortskernbelebung und Baulandmobilisierung zur Senkung der Infrastrukturkosten der Gemeinden).

Exzerpt aus: Dt. Umweltbundesamt, Leitkonzept – Stadt und Region der kurzen Wege (Gutachten im Kontext der Biodiversitätsstrategie 2011)

 

Kontakt:

 

Dr. Edith Grames

Region Südliches Weinviertel

2222 Bad Pirawarth, Prof. Knesl-Platz 1

Mobil 0676-81220322

mailto: info@weinviertel-sued.at

www.weinviertel-sued.at